Jüdisches Leben in Greifswald

Was bleibt von Geschichte, wenn sie niemand mehr erzählt?
Diese Website widmet sich dem jüdischen Leben und der jüdischen Geschichte in und um Greifswald.
Das Besondere: Nicht nur historische Stimmen kommen zu Wort – auch Schülerinnen und Schüler erzählen in Medienprojekten von ihrer Spurensuche und bringen die Vergangenheit in die Gegenwart.

Karte des jüdischen Lebens in Greifswald

Karte von Greifswald mit markierten Orten jüdischen Lebens
Medienprojekte
Projektdokumentation

Medienprojekte

Dagesh on Tour

Besuch des Landesrabbiners Yuriy Kadnykov in Greifswald

Der Landesrabbiner Yuriy Kadnykov war zu Gast im Medienzentrum Greifswald und stellte sich den Fragen der Schüler:innen der IGS „Erwin Fischer“. Sein Besuch ermöglichte es nicht nur über die Geschichte des Judentums zu sprechen, sondern auch einen direkten Einblick in gelebtes jüdisches Leben und den Beruf eines Rabbiners zu gewinnen.

Yuriy Kadnykov

Projektdokumentation

Die Projektdokumentationen zeigen Orte und Personen jüdischen Lebens und jüdischer Geschichte, mit welchen sich Schülerinnen und Schüler der IGS „Erwin Fischer“ auseinandergesetzt haben. Die Filme wurden vom Medienzentrum Greifswald e.V. in Auftrag gegeben.

Magdalena Kunert

Über uns

Der zerstörte jüdische Friedhof in Greifswald

Der zerstörte jüdische Friedhof in Greifswald

Der jüdische Friedhof ist nicht mehr als solcher erkennbar. Durch die Gestaltung von Steinen haben Schülerinnen und Schüler einen ersten Schritt gemacht, um die Geschichte dieses Ortes in Erinnerung zu rufen.

Entstehung eines Gedenkortes
Stolpersteine - kleine Denkmale

Stolpersteine - kleine Denkmale

Wo lebten und wirkten Jüdinnen und Juden – und was geschah mit ihnen? Stolpersteine helfen, die Geschichten hinter den Namen lebendig zu halten.

Stolpersteine-App stolpersteine.digital
Begegnung mit dem jüdischen Leben

Begegnung mit dem jüdischen Leben

Nicht nur die jüdische Geschichte, sondern auch das gegenwärtige jüdische Leben ist von Bedeutung: Schülerinnen führen ein Interview mit dem Landesrabbiner Yuriy Kadnykov.

Interview Kadnykov
Entwurf eines Gedenkortes für den jüdischen Friedhof in Greifswald

Die Entstehung eines Gedenkortes

Während diese Webseite als digitaler Gedenkort aushilft, soll vor Ort ein Mahnmal der Vergangenheit gedenken. Für die Installation benötigen wir Ihre Unterstützung!

Spenden
Dr. Stefan Fassbinder

Begleitmaterial

Nicolaus Voss

Entstehung eines Gedenkortes

Zurück aus dem Vergessen: Jüdischer Friedhof in Greifswald wird sichtbar gemacht

Der Jüdische Friedhof in Greifswald soll wieder stärker ins Bewusstsein der Stadtgesellschaft rücken. Die Initiative „Erinnern und Leben“ verfolgt das Ziel, das weitgehend zerstörte Areal an der Gützkower Landstraße Schritt für Schritt zu einem Ort des Gedenkens und der Bildung zu entwickeln.

Dabei arbeitet sie eng mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern und der Stadtverwaltung zusammen. Der Friedhof wurde von 1870 bis 1938 als Begräbnisstätte jüdischer Einwohner*innen genutzt. Ein Teil des Geländes befindet sich im Eigentum des Landesverbandes.

Zu Beginn des Jahres 2026 ließ die Stadtverwaltung Müll von dem verwilderten und verwahrlosten Gelände entfernen. Auch die Sträucher wurden zurückgeschnitten und ein Zaun errichtet. Auf dem Grundstück steht weiterhin eine leerstehende und baufällige Baracke, deren Abriss in den kommenden Jahren geplant ist.

Dafür sind zunächst weitere finanzielle Mittel und eine sorgfältige Vorbereitung notwendig. Wir hoffen, dass wir darunter noch Steinfragmente der Grabsteine finden. Noch ist auf dem Gelände wenig von seiner einstigen Nutzung als jüdischer Friedhof zu erkennen.

Bereits in diesem Jahr sollen Gedenktafeln aufgestellt werden, die auf Deutsch, Englisch und Hebräisch über die Geschichte des Ortes und seine frühere Nutzung informieren. Vorgesehen sind ein Bereich des Gedenkens und ein Bereich der Information, die durch eine leichte Erhöhung des Weges optisch voneinander getrennt werden.

Ein weiterer Schritt zur Sichtbarmachung des Ortes ist die geplante Umbenennung der nahe gelegenen Bushaltestelle „Herrenhufenstraße“ in „Jüdischer Friedhof“. Die Abstimmung mit den Verkehrsbetrieben Greifswald läuft bereits. Eine Umsetzung könnte parallel zur Einführung des neuen Busnetzes im Oktober erfolgen.

Landesrabbiner Yuriy Kadnykov zeigte sich bei seinem Besuch im Juni in Greifswald von den Plänen sehr angetan. Alle Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden in MV.

Interview mit Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder

Roland Rosenstock

Stolpersteine-App

Erfahre mit der App „Stolpersteine Digital“ mehr über die Biografien der Opfer des Nationalsozialismus. Ergänzend zur App findest du hier umfassendes pädagogisches Material von unterschiedlichen Bildungsträgern. Diese Übersicht wurde zusammengestellt vom Landesbeauftragten für politische Bildung Schleswig-Holstein und den Landeszentralen für politische Bildung Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt.

Weitere Infos auf stolpersteine.digital

Interview mit Jochen Schmidt (Landeszentrale für politische Bildung)

Jochen Schmidt

Spenden

Diese Website versteht sich als Erinnerungsort für die jüdische Stadtgeschichte in Greifswald. Durch die Stolpersteine und eine Gedenktafel für den Gebetssaal haben einzelne Orte bereits an Sichtbarkeit gewonnen. Für den jüdischen Friedhof in der Gützkower Landstraße gilt dies bislang nicht.

Der zerstörte Jüdische Friedhof gehört zur Greifswalder Stadtgeschichte. Seine Sichtbarkeit und das Erinnern daran bleiben eine gemeinsame Verantwortung. Die Initiative „Erinnern und Leben“ möchte deshalb einen Gedenk- und Informationsraum schaffen, der an die Bedeutung dieses Ortes und das jüdische Leben in Greifswald erinnert.

Der Entwurf gibt einen ersten Eindruck der geplanten Gestaltung. Für die Umsetzung des Projekts brauchen wir Ihre Unterstützung.

Wir danken Ihnen für Ihr Engagement.
Initiative „Erinnern und Leben“

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Betreff: Erinnern und Leben

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Entwurf des geplanten Gedenkortes am Jüdischen Friedhof Greifswald – Seitenansicht (Gertrud Fahr)
Entwurf – Seitenansicht des geplanten Gedenkortes
Entwurf des geplanten Gedenkortes am Jüdischen Friedhof Greifswald – Aufsicht (Gertrud Fahr)
Entwurf – Aufsicht des geplanten Gedenkortes
Entwurf des geplanten Gedenkortes am Jüdischen Friedhof Greifswald – Frontansicht Eingangsbereich (Gertrud Fahr)
Entwurf – Frontansicht des Eingangsbereichs

© Gertrud Fahr

Kurzfilm: Landesrabbiner Yuriy Kadnykov auf dem Friedhofsgelände

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